Interview Claus Ehlbeck - ehemaliger Faustballer des ETV

 

 

Heute stellen wir Claus Ehlbeck vor, er ist unser „Kampagnengesicht“ und das nicht ohne Grund. Er ist ein ganz tolles Beispiel dafür, was der Vereinssport den Menschen geben kann und man den Vereinen später zurück geben kann. Claus war in den 70er-90er-Jahren ein sehr erfolgreicher Faustballer, er spielte über 20 Jahre für den Eimsbütteler TV in der Bundesliga und wurde Welt- und Europameister. Nach seiner aktiven Karriere engagierte sich Claus ehrenamtlich in diversen Vereins-Funktion und hier vor allem in der Faustball-Abteilung.  Zusätzlich kümmerte er sich im ETV um Flüchtlinge und das Angebot „Ballspielgruppe Refugees“. Claus Ehlbeck ist damit ein tolles Vorbild, welches wir hier nun vorstellen wollen.

 1. Wie und wann Sind Sie Vereinssport gekommen?

1959 mit 4 Jahren in den Eimsbütteler TV (Turnen) eingetreten - meine Eltern waren sehr gute Sportler und eingefleischte ETVer. Mein Vater war mehrfacher deutscher Meister und Nationalspieler im Faustball. Über die Schwimmabteilung, Handball, Basketball und Leichtathletik musste ich mich dann entscheiden und wurde auch Faustballer.

2. Was hat Ihnen der Sport und der Verein in der Vergangenheit gegeben? Welche Erinnerungen/Anekdoten bleiben besonders im Gedächtnis?
Das größte Erlebnis war u.a. die Verleihung des SILBERNEN LORBEERBLATTES durch Bundespräsident Carl Carstens in der Bonner Redoute - Geschichten und Erlebnisse gibt es unendlich viele.

3. Welche Verbindung zum Sport haben Sie nach der aktiven "Karriere" gehabt?

Ich habe den Sport immer geliebt und gefördert.

4. Wie kam es zu Ihrem ehrenamtlichen Engagement im Verein?

Mein ehrenamtliches Engagement kam ganz automatisch und selbstverständlich, denn es gab immer etwas zu tun und ich war immer dabei.

5. Was Bitte beschreiben Sie Ihre ehrenamtliche Aufgabe mit den Flüchtlingen:
Zunächst habe ich die „Ballspielgruppe Refugees“ geleitet - erst mit 20 Jungs (Fußball) und später mit 20 Mädchen (Volleyball) aus Afghanistan. Mit dabei war ein Refugee aus dem Iran, mit dem ich mich besonders anfreundete. Seine Familie mit 6 Personen habe ich dann - gemeinsam mit 2 anderen Faustballkollegen - intensiv betreut und geholfen. In Kürze erwarten wir sogar eine Geburt. Hinzu kamen diverse Ausflüge mit jeweils ca. 40-60 Refugees nach Planten und Blomen, Zoologisches Museum, neuer Spielplatz Hafen-City, Niendorfer Gehege, Hamburger Kunsthalle usw. Mit der iranischen Familie haben wir bei uns im Garten Kaffee getrunken und sie haben für uns persisch gekocht und wir haben gemeinsam gegrillt. Und zusammen mit den Faustballern ein Fest gefeiert.

6. Was ist das Besondere an ehrenamtlichem Engagement für Sie ganz persönlich?
Der Sport hat mir sehr viel gegeben und dies möchte ich zurückgeben - egal in welcher Form. Leider spielt heutzutage das Geld eine sehr große Rolle - für mich nicht.

7. Warum sollten andere Vereinsmitglieder sich auch engagieren?

Weil man immer Gutes tun kann. Insbesondere bei Kindern und aktuell bei den Refugees. Ich werde nie vergessen, was meine vielen damaligen Trainer in diversen Abteilungen alles für mich/uns gemacht haben - es waren Kindheitserlebnisse, die man nie vergisst.