Wir stellen vor: Olivia Dorn - vom Jazz-Dance zur ehrenamtlichen Beraterin

Viele Jahre hat Olivia Dorn in verschiedenen Vereinsabteilungen aktiv Sport betrieben. Ihre Leidenschaft gehörte dem Modern- und Jazz-Dance. Heute nutzt Sie ihre beruflichen Qualifikationen, um die Vereinsarbeit und Verbandsarbeit ehrenamtlich zu unterstützen.

1. Wie und wann Sind Sie zum Jazz- und Modern Dance bzw. zum AMTV gekommen?


1977, also mit 5 Jahren bin ich in den AMTV eingetreten, ganz klassisch über das Kinderturnen. Daraus wurde dann Leistungsturnen mit Wettkämpfen, weil man das aber nicht ewig machen kann, bin ich 1991 mit einigen Turnerinnen zum Jazz- und Modern Dance gewechselt und wir haben mit weiteren Sportlerinnen das Team "Race" gegründet.  Meine Großmutter war mein sportliches Vorbild. Sie hat selbst geturnt, hatte Reck und Trampolin im Garten, eine Tischtennisplatte im Keller und eine Dauerkarte für die Eissporthalle Farmsen, sie hat mit 60 Jahren das Squashspielen begonnen und so lange ich denken kann mit mir Sport gemacht, das prägt.  


2. Was hat Ihnen der Sport und der Verein in der Vergangenheit gegeben? Welche Erinnerungen/Anekdoten bleiben besonders im Gedächtnis?

Der Sport ist die Konstante und die Energiequelle meines Lebens. Im Verein habe ich Freunde, Erfolge und Ausgleich gefunden. Besonders im Gedächtnis sind mir unsere Teilnahmen an den Deutschen Meisterschaften im Jazz- und Modern Dance 1992 und 1993 geblieben. Ebenso weiß ich aber auch wie es ist, trotz hartem Training in der ersten Runde rauszufliegen, im Tourbus Tränen zu vergießen, dann aber mit Hilfe der Mannschaft beim nächsten Training wieder durchzustarten, dran zu bleiben und das nächste Ziel zu definieren. Dadurch habe ich gelernt, dass Gewinnen und Verlieren und vor allem Durchhalten zum Leben gehört und in einem guten Team viel leichter ist als allein. 


3. Welche Verbindung zum Sport haben Sie nach der aktiven "Karriere" gehabt?

Eine dauernd währende, ich habe für den Triathlon trainiert, wollte wissen, ob ich auch das schaffen kann. Ich habe stets Fitness gemacht und wurde selbst Trainerin im Verein und später dann Ausbilderin für Group Fitness. Mit meinen damaligen "Turn- und Tanzmädels" treffe ich mich immer noch, natürlich gern zum Sport, inzwischen auch mit unseren Familien. Und die eine oder andere hat auch heute wieder ein Reck im Garten oder die Kids sind auf den sportlichen Spuren der Mamas (oder Papas) unterwegs...    


4. Wie kam es zu Ihrem ehrenamtlichen Engagement im Verein?


Aus meiner heutigen Personaler- und Beratersicht würde ich sagen, dass meine Rekrutierung als Ehrenamtliche vorbildlich verlaufen ist. Mein Verein, bzw. meine damaligen Group-Fitness-Ausbilder, haben echte Personalentwicklung betrieben. Sie haben beobachtet, dass ich überzeugend Stunden gebe, gut erkläre und Menschen motiviere. Weil sie sich auch für mich persönlich interessiert haben, wussten sie, dass meine damalige berufliche Tätigkeit als HR Managerin mir Fachwissen zu verschiedenen Management und Führungsthemen gibt und mein Job menschlich manchmal ganz schön hart war. Sie haben mich gefragt, ob ich nicht bei Ihnen bzw. beim VTF in die Aus- und Weiterbildung einsteigen möchte. Als ich ja gesagt habe, ahnte ich noch nicht, dass dies eine der besten Entscheidungen für mich sein sollte.


5. Bitte beschreiben Sie Ihre ehrenamtliche Aufgabe kurz & knapp.


Ich unterstütze Vereins-Mitarbeiter und Trainer durch Seminare, Vorträge, Workshops in den Themenfeldern Personalentwicklung, Kundenorientierung, Changemanagement und Zusammenarbeit. Ein Highlight meiner Tätigkeit ist die Mitgestaltung der "VTF-Referenten-Treffen", an denen ich seit Jahren selbst teilnehme. Einmal jährlich bilden sich dort Ausbilder und Dozenten gemeinsam weiter und diskutieren Werte, Haltung, Entwicklungen und Trends im Vereinssport, um dann wiederum Trainer und Mitglieder in den Vereinen zu entwickeln. Ich kann nur sagen, ganz tolle Menschen, geballte Kompetenz, alle engagieren sich ohne zögern weit über das "normale" berufliche Maß hinaus! Es macht mich stolz dazu zu gehören!  


6. Was ist das Besondere an ehrenamtlichem Engagement für Sie ganz persönlich?

Das ist mein Beitrag zur Gesellschaft. Ich gebe Einiges von dem zurück, was ich durch den Sport bekommen habe. Das macht mich zufrieden und stärkt mich! 


7. Warum sollten andere Vereinsmitglieder sich auch engagieren?


Weil es unsere Gesellschaft ein Stück besser macht. Und einen selbst auch.
Im Vereinssport sind Herkunft, Bildungsniveau, berufliche Rolle und Ansehen unwichtig. Egal wie alt, woher, wie reich oder arm, jeder soll dabei sein und was für sich und für die anderen tun. Also, auf geht`s.